Länge: 18km
Höhenunterschied: 1127hm
Schwierigkeit: mittel, gute Kondition und guter Orientierungssinn erforderlich
Untergrund: Forststraßen, markierte Pfade, weglos
Ausgangspunkt: Jagahäusl, Bodinggraben
Gehzeit: 9-10 Stunden
Hinweis: Bis Polzhütte keine Markierung

Haderlauskögel – Rotgsol – Zwielauf

15. Juni 2014

Wer kennt sie nicht, diese 3 weit über die Grenzen … Mollns … bekannten Gipfel? Immerhin findet man sie auf allen Landkarten – aber man findet in diesen Karten keinen markierten Weg hinauf. Gut für uns!

Startpunkt ist (wieder einmal) das Jagahäusl im Bodinggraben (641m). Von dort gehts ein Stückerl nach Westen, bis zur ersten Abzweigung nach dem Forsthaus. Unser Weg geht rechts bergauf über eine Forststraße. Immer durch den Wald ist das optimal kühl, wenn oben drüber die Sonne scheint.

Der Abzweigung zum Steig hinauf ist auf der Zaglbaueralm (945m). Wo genau man abzweigt ist nicht so wichtig, weil es ja sowieso keinen Weg gibt.

Direkt hinauf in den Wald. Dort gibt es gibt eine einzige, alte Markierung, die muss man aber nicht unbedingt finden. Im Wald dann einfach gerade den Berg hinauf, bis man auf den Weg trifft. Das geht sehr schnell, wenn man so einen begabten Wegfinder wie mich dabei hat 🙂 Der Weg führt in steilen Serpentinen bergauf, Steinmanderl gibt es jede Menge, also kann man sich nicht verlaufen. S’Herrl hat sich – ganz bequem – von mir bis zum Gipfel führen lassen und musste sich nicht darum kümmern, wie der Weg verläuft.

Weiter oben wird der Wald lichter und statt Felsen gibt es jetzt Gras und Blumen. Zwischendurch sind immer wieder Geröllfelder, die man vorsichtig überquert (weil da hats Löcher und Zwischenräume, in denen kann ein Hund wie ich schon einmal verschwinden).

Nach ca. 3 Stunden waren wir am Haderauskögerl (1547m). Oben ist ein Wiese und deshalb sieht man vom Ötscher bis zum Mühlviertel. S.Herrl meint, dass der Aufstieg (mehr als 900hm) der gemütlichste seit langem war… kein Wunder, mit mir als Bergführer.

Vom Haderlauskögel zum Wurzelkreuz am Rotgsol (1560m) und weiter zum Zwielauf (1540). Dort gibts zwar kein Gipfelkreuz, aber einen Logenplatz mit Ausblick zur Hohen Nock.

Nach eine Pause und einige “Das-Schauen-Wir-Uns-Auch-Noch-Ans” ging es hinunter zur Polzhütte (1360m). Dort gabs Kühe und Topfen-Streuselkuchen.

Wer glaubt, nun ging es auf den Rückweg hat sich – eh scho wissen – geirrt. Zuerst ein Abstecher zum Feuchtausee – von dort ein Stück zurück und hinauf zur Wegkreuzung Hohe Nock/Feuchtau/Bodinggraben und ab jetzt nur noch bergab zum Jagahäusl. Der Himmel hat fast den ganzen Tag lang finster herunter geschaut. Mehr aber auch nicht und deshalb war es ein Traum-Wetter zum Wandern!



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