Länge: 11,1km
Höhenunterschied: 897hm
Schwierigkeit: mittel
Untergrund: Forststrasse, Steig
Ausgangspunkt: Jagahäusl, Bodinggraben
Gehzeit: ca. 6,5 Stunden
Hinweis: Ab Zaglbaueralm unmarkiert

Auf den Rotgsol zwischen Herbst und Winter

27. Oktober 2014

Der Sturm Gonzalo hat letzte Woche Regen und Schnee in die Berge gebracht. Natürlich müssen wir gleich nachschaun, wie es jetzt aussieht. Ausserdem ist heute der Österreichische Nationalwandertag, da ist das sowieso Pflicht!

Während die einen die Leistungsschau des Bundesheeres in Wien bei der Hofburg besuchen, lassen wir die Leistungssschau des Nationalparks Kalkalpen auf uns wirken – kein Vergleich sag ich euch, was das Sengsengebirge zu bieten hat: TOP!

Vom Bodinggraben aus, vorbei an ein paar wenigen, umgestürzten Baum-Opfern von Gonzalo, starten wir unter dem Nebel, nur ein paar Gucklöcher gibts in Nebel und Wolken. Je höher wir dann aber über die Forststraße zur Zaglbaueralm (945m) kommen, desto mehr Sonnenstrahlen kommen durch und es schaut so aus, als ob s’Herrl bald die Sonnencreme brauchen wird. 

Ab der Zaglbaueralm folgen wir dem nur mit Steinmanderl markierten Weg. Je weiter wir hinauf gehen, desto mehr Nebel und Wolken sind wieder da. Macht nichts, denn so ca. ab 1300 Metern kommts: Schnee!!

Genau meins, ich steh auf den Österreichischen Nationalwandertag! Beim Herrl ist es ein bisserl anders. Er hat zwar seinen neuen Rucksack mit, in dem wahrscheinlich auch eine Sonnenliege Platz hat, aber seine “Schnee-Aufstiegshilfe”, die fehlt. Falsch eingepackt in der Früh :-). Mir egal, meine Krallen sind ja serienmäßig.

Bis zum Gipfel ist es dann das berühmte 2 Schritte vor, 3 zurück (das heisst doch so?) und deshalb geht es nicht so schnell bergauf wie gewohnt.

Oben am Gipfel vom Haderlsauskögel (1.547m) und vom Rotgsol (1.560m) stehen wir dann genau zwischen zwei Wettern: nach Norden strahlend blauer Himmel und unter uns eine durchgehende Wolkendecke. Da hat überhaupt nichts heraus geschaut.

Und auf der anderen Seite, Richtung Sengsengebirge, dichte Wolken bis ganz hinauf und nur hin und wieder ein Loch mit Durchblick. Bei uns ist der Himmel zwar blau, aber kein Sonnenschein: der Schnee angefroren, kann also höchsten Null Grad gehabt haben.

Zurück rutschen wir den selben Weg wie hinauf – den mit dem Schnee. Und, wie es eben so passiert, versagt dann beim Herrl hin und wieder die Bodenhaftung  (ich wusste gar nicht , was für Wörter der kennt …)

Beim Abstieg kommt dann die Sonne durch und wir sehen noch ein bisserl mehr von den Bergen und Gebirgen rundherum. Die Haller Mauern sind ganz in weiß!



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